FDP Hamburg-Nord fordert Gesamtkonzept zur Umgestaltung der öffentlichen Fläche im Umfeld der U-Bahn Lattenkamp

Gepostet am 20. November 2018

Die Bahnhofsvorplätze auf der Ost- und Westseite der U-Bahnanlage Lattenkamp sind beschämend hässlich, zum Teil verwahrlost und heben sich gegenüber der gepflegten Bebelallee auffällig als Schandfleck ab. Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat nun nach jahrelangem Stillstand die Betriebsgesellschaft Bike + Ride (B+R) mit der Entwicklung eines Konzeptes für die Anlage Lattenkamp beauftragt. Die erste Verschickung dieses Konzeptes wurde im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude am 19.11.2018 präsentiert.

Erwartungsgemäß zielt das Entwicklungskonzept der B+R nach dieser Beauftragung durch das Bezirksamt in erster Linie einseitig auf Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradabstellmöglichkeiten. Dies wird jedoch aus Sicht der Freien Demokraten keinesfalls den Bedürfnissen der Winterhuder Bürgerinnen und Bürger gerecht, von denen täglich fast 30% die U-Bahn Lattenkamp nutzen. Hier werden seitens des Bezirksamtes anscheinend bewusst öffentliche Gelder verplant, die lediglich einer Gruppe der Verkehrsteilnehmer nützen. Fußgänger, PKW-Nutzer oder zukunftsfähige Pendler-Modelle werden ein weiteres Mal nicht berücksichtigt. Auch die Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Stadtgrüns z. B. durch Parkbänke sowie die Ansiedlung weiteren Gewerbes bleiben bedauerlicherweise ebenso völlig unberücksichtigt wie ein vernünftiges Beleuchtungskonzept.

Deshalb fordern die Freien Demokraten das Bezirksamt Hamburg-Nord in dieser frühen Planungsphase auf, ein Gesamtkonzept zur Umgestaltung der Vorplätze sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite des angrenzenden Geländes der U-Bahnhaltestelle Lattenkamp zu beauftragen. Dieses soll zum einen die Belange aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer berücksichtigen. Zum anderen soll die Attraktivität der öffentlichen Fläche und des Stadtgrüns im Zuge einer Umgestaltung deutlich erhöht werden.

Ralf Lindenberg, Abgeordneter der FDP in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, kritisiert in diesem Zusammenhang: „Die teilweise ideologisch motivierte Politik der rot-grün geführten Bezirksverwaltung schadet unseren Stadtteilen und versagt den Bürgerinnen und Bürgern ihr Recht auf eine ausgewogene Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik. Dies zeigt sich in diesem Verwaltungshandeln aber auch grundsätzlich in dem saloppen Umgang mit Bürgerbeteiligungen sowie den Anfragen und Anträgen der Oppositionsparteien.“

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