FDP Hamburg-Nord: HVV-Mobilmachung kein großer Wurf

Gepostet am 28. November 2018

Nach Auswertung der Änderungen im HVV zum Fahrplanwechsel am 09.12.2018 und im Laufe des Jahres 2019 erklärt der Sprecher der Freien Demokraten in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord Claus-Joachim Dickow: „In Hinblick auf den Bezirk Hamburg-Nord entpuppen sich die als große Mobilmachung angekündigten Änderungen im HVV eher als kleines Karo. Der große Wurf bleibt auch bei diesem Fahrplanwechsel aus.

Fünf-Minutentakt auf den U/S-Bahnlinien in ganz Hamburg-Nord notwendig

Es ist insbesondere nicht nachvollziehbar, weshalb der Fünf-Minutentakt bei U- und S-Bahn nicht grundsätzlich auf den gesamten Bezirk ausgeweitet wird. Insbesondere in den cityferneren Gebieten wird so der Anreiz zum Umstieg auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht erhöht. So sollte unseres Erachtens die Taktung auf den U-Bahnlinien U1 ab Ohlsdorf Richtung Ochsenzoll sowie U3 im Streckenabschnitt zwischen Barmbek und Wandsbek-Gartenstadt mit dem übrigen verdichteten Angebot harmonisiert werden.

Leider weiterhin Kurzzüge auf der Linie S1

Auch handelt es sich bei der Behauptung des Senats, dass die Kurzzüge abgeschafft werden, um eine wahrheitswidrige Mogelpackung. So bleibt es auf der Linie S1 leider weiterhin bei Kurzzügen im Zehn-Minutentakt, die in Ohlsdorf umständlich gekoppelt werden müssen. Angesichts der hohen Auslastung wäre es besser, Vollzüge von Poppenbüttel und dem Flughafen alternierend alle fünf Minuten Richtung Innenstadt und zurück verkehren zu lassen. Darüber hinaus muss das Busangebot weiter ausgebaut werden. So setzen wir uns seit langem unter anderem für eine bessere Anbindung des Planetariums ein, indem die Metrobuslinie 6 nach Norden bis Alsterdorf verlängert werden soll.

Die Liberale Mobilitätszusage für Hamburg-Nord

Der rot-grüne Senat doktert einmal mehr nur kleinmütig an den akutesten Symptomen der Mangelwirtschaft in Hamburgs ÖPNV herum. Wir setzen stattdessen auf die ‚Liberale Mobilitätszusage für Hamburg-Nord‘: Allen Bürgerinnen und Bürgern im Bezirk soll ermöglicht werden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln die zentralen Verkehrsknotenpunkte und ihren Arbeitsplatz mindestens so schnell zu erreichen wie mit dem Auto. Der HVV soll von einem reinen Tarifverbund zu einer einheitlichen Dachmarke mit erschwinglichen Flatrate-Angeboten und konsequentem Pünktlichkeitsmanagement weiterentwickelt werden, die verbindlich für Schnelligkeit, Sauberkeit und Sicherheit steht. Dafür braucht Hamburg-Nord eine echte Mobilitätsoffensive, die auf einen zuverlässigen angebotsorientierten statt mangelnden nachfrageorientierten ÖPNV setzt. Hierzu gehören auch klar definierte und verbindliche Wartezeitobergrenzen sowie eine flächendeckende angemessene Haltestellenerreichbarkeit.“

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