FDP Hamburg-Nord: Schaffung von Eigenheimen in Klein Borstel ist Teil einer ausgewogenen Wohnungsbauvielfalt

Gepostet am 10. Dezember 2018

Vor zwei Wochen hat die Verwaltung im Rahmen einer Öffentlichen Plandiskussion zum Bebauungsplan Ohlsdorf 30 einen Vorschlag zur Nachfolgebebauung auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft „Am Anzuchtgarten“ in Klein Borstel vorgestellt. Demnach ist neben – zum Großteil gefördertem – Geschosswohnungsbau auch der Bau von 41 Eigenheimen vorgesehen. Dieser Entwurf stieß bei vielen Bürgerinnen und Bürgern in Klein Borstel auf Zustimmung. Dagegen haben SPD, Grüne und Linke in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 6. Dezember 2018 einen Antrag beschlossen, der unter anderem vorsieht, zu prüfen, ob die Eigenheime nicht komplett durch Geschosswohnungsbau ersetzt werden könnten. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Freien Demokraten in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, Claus-Joachim Dickow, zeigt sich irritiert:

Freie Demokraten für Mix aus verschiedenen Wohnformen im Bezirk
„Wir Freie Demokraten setzen uns für bezahlbaren und familienfreundlichen Wohnungsbau sowie Nachverdichtung mit Augenmaß in Hamburg-Nord ein. Dies bedeutet auch, dass eine ausgewogene Wohnungsbauvielfalt und ein Mix aus verschiedenen Wohnformen im Bezirk weiterhin möglich sein müssen. Mehrgenerationenhaushalte beispielsweise, in denen Großeltern und Enkel unter einem Dach Verantwortung füreinander übernehmen, lassen sich eher in einem Eigenheim realisieren als in einer Mietwohnung. Die einseitige Verengung auf Geschosswohnungsbau durch SPD, Grüne und LINKE wird diesen gesellschaftlichen Entwicklungen jedoch nicht gerecht. Angesichts explodierender Preise für Einfamilienhäuser im Norden Hamburgs treibt man auf diese Weise vorsätzlich Mittelschichtsfamilien aus der Stadt. Die Kämmerer von Ahrensburg, Ammersbek und Appen werden sich über die neuen Steuerzahler freuen, während sich die Hamburger auf mehr Pendler auf den Straßen einstellen müssen.“

Planentwurf des Bezirksamtes umsetzen
Dickow fordert stattdessen, am Planentwurf der Verwaltung festzuhalten: „Wir fordern die linke Mehrheit in der Bezirksversammlung auf, ihren ideologisch motivierten Vorstoß gegen Eigenheime nicht weiter zu verfolgen, sondern den durchdachten und ortsangemessenen Planentwurf des Bezirksamtes gemeinsam mit uns umzusetzen. Aus unserer Sicht ist auch die Schaffung von Eigenheimen ein integraler Bestandteil einer ausgewogenen Wohnungsbaupolitik in Hamburg-Nord.“

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