FDP Hamburg-Nord stellt Antrag gegen generelle Friedhofsmaut in Ohlsdorf

Gepostet am 13. Februar 2019

In den letzten Tagen sind Planungen des Friedhofs Ohlsdorf bekannt geworden, die Durchfahrt durch den Friedhof, z. B. von Ohlsdorf nach Bramfeld, mit dem PKW mittels einer Friedhofsmaut unattraktiver zu gestalten. Die Freien Demokraten haben hierzu nun einen Antrag zur Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Nord am Donnerstag, den 14.02.2019 eingebracht, der sich klar gegen eine generelle Friedhofsmaut und für die Prüfung praktikabler Alternativen ausspricht. Dazu erklärt Ralf Lindenberg, Mitglied der Bezirksversammlung und Sprecher der FDP für den Regionalbereich Fuhlsbüttel, Langenhorn, Alsterdorf und Ohlsdorf:

„Wir teilen grundsätzlich das Ziel, den lediglich durchfahrenden Kraftfahrzeugverkehr vom Friedhof Ohlsdorf fernzuhalten, damit Ruhe und Andacht dort nicht gestört werden. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass diejenigen, die die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen oder Freunde dort besuchen wollen, nicht mit zusätzlichen Gebühren belastet werden. Eine generelle Friedhofsmaut, wie sie jüngst von der Friedhofsverwaltung zur Diskussion gestellt worden ist, lehnen wir daher klar ab.

Stattdessen sollten andere praktikable Alternativen geprüft werden. So könnten intelligente und smarte Lösungen gefunden werden, die den Durchgangsverkehr technisch oder baulich einschränken, ohne die Buslinien, Bestatter oder Arbeitsfahrzeuge des Friedhofs zu behindern. Eine weitere Möglichkeit wäre es, dass diejenigen, die am selben Ausgang den Friedhof verlassen, an dem sie auf ihn eingefahren sind, grundsätzlich von Gebühren befreit sind.“

2 Kommentare zu “FDP Hamburg-Nord stellt Antrag gegen generelle Friedhofsmaut in Ohlsdorf”

  1. Interessant, dass als Lösung gleich wieder etwas kostenpflichtiges einfällt…viel spannender ist doch die Frage, warum es vermeintlich schneller geht über den Friedhof zu fahren, wo nur 30 km/h erlaubt sind.
    Nicht nur die andächtigen Friedhofsbesucher freuen sich, wenn der Verkehr in der ganzen Stadt besser fließen würde, weil es bedeutet, nicht immer auf rote Ampeln zuzufahren und unnötige Abkürzungen über einen Friedhof zu nehmen.

  2. [* Shield plugin marked this comment as „0“. Reason: Human SPAM filter found „-online.“ in „author_email“ *]
    Bitte bleiben Sie dran und verhindern die Maut für Grabbesucher und Trauernde mit allen Mitteln. Machen Sie deutlich, dass Herrn Kerstan mit seiner Behörde damit eine menschenverachtende Politik betreibt. Dabei werben die Grünen offensiv mit Schlagworten wie „Herzensangelegenheit“…..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.