FDP Hamburg-Nord zu 800 Jahre Alsterdorf: Der SPD ist der Stadtteil lediglich 3.500 Euro wert

Gepostet am 28. März 2019


Für die Feierlichkeiten anlässlich des beurkundeten 800-jährigen Jubiläums von Alsterdorf, die über das ganze Jahr verteilt in dem Stadtteil durchgeführt werden sollen, hat der Bürgerverein Alsterdorf e.V. einen Rahmenplan inklusive Kostenaufstellung erarbeitet und einen Antrag auf Sondermittel in Höhe von insgesamt 15.000 Euro gestellt. Nach ersten Anfragen an leitende Mitarbeiter des Bezirksamtes wurde der Betrag als angemessen bezeichnet.

Die SPD-Fraktion lehnte die Höhe des beantragten Förderungsbedarfes jedoch ab und forderte die Vorsitzende des Bürgervereins, Hilde Lüders, auf, den ursprünglichen Antrag zurückzuziehen. Dafür sollte der Bürgerverein zwei der Veranstaltungstermine heraussuchen und Mittel in Höhe von maximal 3.500 Euro beantragen. Beträge darüber hinaus würde die SPD-Mehrheitsfraktion ablehnen.

Im Gespräch mit der Vorsitzenden des Bürgervereins befürchtete die zuständige Sprecherin der SPD-Fraktion einen Präzedenzfall zu schaffen, wenn man dem Bürgerverein eine größere Summe zur Verfügung stellt. Weitere Gruppen oder Vereine könnten auf die Idee kommen, hinsichtlich der 800-Jahr-Feierlichkeiten ebenfalls Anträge zu stellen, obwohl dies nach Lage der Dinge nicht zu erwarten ist. Die Vorsitzende des Bürgervereins zog daraufhin den Antrag mit der Befürchtung, dass es andernfalls gar keine Unterstützung gibt, zurück, um zumindest die in Aussicht gestellten 3.500 Euro einzuwerben.

Dazu erklärt Ralf Lindenberg, Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg-Nord und Sprecher der FDP für den Regionalbereich Fuhlsbüttel, Langenhorn, Alsterdorf und Ohlsdorf:

„Fast alle Feierlichkeiten und Programme sind im Eintritt kostenlos oder niedrigschwellig. Es sollen Spenden bei den Veranstaltungen eingeworben werden, die ausschließlich sozialen Einrichtungen in Alsterdorf zum Jubiläum zugutekommen. Selbstverständlich würde der Bürgerverein alles mit den erforderlichen Unterlagen belegen und dem Bezirk abrechnen. Vor diesem Hintergrund ist die Planung nunmehr sehr schwierig geworden.

Es ist wirklich ein Trauerspiel, wie mit diesem geschichtlich so bedeutsamen Jubiläum umgegangen wird. Hier engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger treuhänderisch, um diesen Stadtteil zu ehren und im besten Sinne heimatverbundene Identität zu stärken. Der SPD in der Bezirksversammlung, dem Bezirk selbst und der Stadt Hamburg ist dieses besondere Ereignis leider lediglich 3.500 Euro wert. Das ist beschämend und für die Bevölkerung Alsterdorfs nur schwer nachzuvollziehen. Gleichwohl ist der Erste Bürgermeister selbstverständlich zu einem Grußwort eingeladen worden, da dies trotz schwieriger Bedingungen der Anstand gebietet.“

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