Grün-Rot verzichtet auf Führungserfahrung für Bezirksamtsleitung – Dickow: „Fatales Signal für Hamburg-Nord“

Gepostet am 3. Oktober 2019

In der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses der Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat die grün-rote Mehrheit beschlossen, auf das Kriterium der Führungserfahrung bei der Ausschreibung der Stelle der neuen Bezirksamtsleitung explizit zu verzichten. Ein Antrag der FDP-Fraktion, die Forderung nach der „Erfahrung in der Leitung größerer Einheiten in Wirtschaft oder Verwaltung“ in die Ausschreibung aufzunehmen, wurde von Grünen und SPD abgelehnt, während CDU und Linke dem Antrag zustimmten.

FDP-Fraktionschef Claus-Joachim Dickow kritisierte die Mehrheitsfraktionen für dieses Verhalten: „Bei der Leitung des Bezirksamtes handelt es sich nicht um einen beliebigen politischen Posten, der mit einem verdienten Parteigänger besetzt werden könnte, sondern um eine Führungsposition mit der Verantwortung für viele hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen. Hier auf die nötige Führungserfahrung verzichten zu wollen ist ein fatales Signal sowohl an die Bevölkerung, als auch an die Beschäftigten im Amt.“

Dickow wies darauf hin, dass die Stelle der Bezirksamtsleitung seit Juli 2018 vakant ist: „Gerade in einer Zeit, in der das Bezirksamt seit mehr als einem Jahr. Nach der Rolling-Stones-Freikarten-Affäre lediglich kommissarisch geleitet wird, ist eine erfahrene Person zur Leitung des Amtes notwendig, um wieder Vertrauen zu gewinnen. Grün-rot scheint jedoch bereits einen Kandidaten gefunden zu haben, der die notwendige Erfahrung nicht besitzt, anders lässt sich das Verhalten der Mehrheitsfraktionen nicht erklären. Wir fordern die Bezirksaufsicht auf, auf dem notwendigen Kriterium der Führungserfahrung in der Ausschreibung zu bestehen.“

Link zum Antrag der FDP-Fraktion zur Ausschreibung

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