Aus unserer Fraktion: FDP lehnt Pläne für eine Fußgängerzone am Poelchaukamp ab
Ron Schumacher, FDP-Abgeordneter in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord
Gemeinsame Pressemitteilung der Koalitionsfraktionen in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord:
CDU, SPD und FDP lehnen Pläne für eine Fußgängerzone am Poelchaukamp ab
Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP haben den Antrag der Grünen zur Entwicklung einer Fußgängerzone am Poelchaukamp in der Bezirksversammlung abgelehnt. Aus Sicht der Koalition geht der Vorschlag an den tatsächlichen Bedürfnissen des Quartiers vorbei und birgt erhebliche Risiken für den örtlichen Einzelhandel sowie für die verkehrliche Erschließung des Stadtteils.
Im Vorfeld der Beratungen wurden Gespräche mit zahlreichen Gewerbetreibenden vor Ort geführt. Dabei wurde deutlich, dass viele Geschäftsinhaber die Pläne kritisch sehen und erhebliche wirtschaftliche Nachteile befürchten. Insbesondere die Erreichbarkeit für Kundinnen und Kunden sowie die ohnehin angespannte Verkehrs- und Parksituation werden als entscheidende Standortfaktoren angesehen.
„In meinen Gesprächen mit den Gewerbetreibenden wurde sehr klar, dass sie sich keine Fußgängerzone wünschen. Viele haben Sorge um ihre wirtschaftliche Existenz. Politik muss die Realität vor Ort ernst nehmen und darf nicht gegen die Interessen derjenigen handeln, die das Quartier tagtäglich mit Leben füllen“, erklärt Philipp Kroll, Sprecher der CDU im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude.
Carsten Gerloff, Sprecher der SPD im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude, hierzu: „Der Poelchaukamp ist nicht nur eine beliebte Geschäftsstraße, sondern auch eine wichtige Straße für die geordneten Wegebeziehungen für Radfahrende. Das wird im Grünen-Vorschlag komplett ausgeblendet. Den Ball der Grünen, das lokale Gewerbe in diesen schwierigen Zeiten besser als bislang zu unterstützen nehmen wir allerdings gern auf.“
„Unter dem Deckmantel ‚Aufenthaltsqualität steigern‘ wollen die Grünen in Wahrheit mal wieder den Gewerbetreibenden und der Gastronomie das Leben schwer machen und Parkplätze abschaffen. Eine Befragung nur einer Gruppe, ohne Einbeziehung der Gastronomen, des Handels sowie der übrigen Gewerbetreibenden ist eine engstirnige Herangehensweise, die an den Bedürfnissen vor Ort vorbeigeht. Als FDP lehnen wir dergleichen ab“, so Ron Schumacher, Vorsitzender des Regionalausschusses Eppendorf/Winterhude.
Neben seiner Bedeutung für den Einzelhandel erfüllt der Poelchaukamp auch eine wichtige Funktion im Hamburger Verkehrsnetz. Über die Straße verläuft die Radroute 17. Zudem handelt es sich um die erste Querungsmöglichkeit der Alster nördlich der Innenstadt. Eine Sperrung des Poelchaukamps würde daher nicht nur Auswirkungen auf den motorisierten Verkehr haben, sondern auch bestehende Wegebeziehungen für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie für den quartiersübergreifenden Verkehr beeinträchtigen.
Die Koalition ist der Auffassung, dass der Poelchaukamp von einer guten Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer lebt. Eine Sperrung für den Verkehr würde nicht nur den lokalen Handel belasten, sondern könnte auch zu einer Verlagerung des Verkehrs in die umliegenden Wohnstraßen führen, ohne die bestehenden Probleme zu lösen.
CDU, SPD und FDP setzen sich stattdessen für Maßnahmen ein, die den Standort stärken, die Aufenthaltsqualität verbessern und gleichzeitig die Interessen von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Besucherinnen und Besuchern in Einklang bringen. Ziel bleibt eine ausgewogene Entwicklung des Quartiers, die sowohl den Bedürfnissen des lokalen Handels als auch den Anforderungen an eine lebenswerte Stadt gerecht wird.
Bei Rückfragen:
carsten.gerloff@spd-fraktion-nord.de