Hamburg-Nord setzt neue Regeln um: Schutz der Uferbereiche vor wilder Bootslagerung startet
Gemeinsame Pressemitteilung von
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FDP-Fraktion Hamburg-Nord | Curschmannstraße 13 | 20251 Hamburg | info@fdp-fraktion-nord.de
13.05.2026
Hamburg-Nord setzt neue Regeln um: Schutz der Uferbereiche vor wilder Bootslagerung startet
Ab diesem Mai ist das Lagern von Wassersportgeräten und Booten wie Kanus oder Stand-Up-Paddle-Boards in Grünanlagen an den Uferbereichen der Kanäle offiziell verboten. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP freuen sich, dass nach ihrem Antrag in der Bezirksversammlung vom Februar nun konkrete Maßnahmen folgen.
Die Alster und ihre Kanäle laden zum Wassersport und Paddeln ein. Leider hat das auch eine zunehmende Kehrseite: Nach Schätzungen von Naturschutzverbänden lagern in Uferbereichen weiterhin hunderte Kanus, Kajaks und SUP-Boards außerhalb offizieller Lagerflächen. Dies führt zu Schäden an Ufervegetation und Böden, beeinträchtigt Brutgebiete von Wasservögeln und erschwert zudem die Pflege der Grünanlagen erheblich. Im Februar hatten die Fraktionen von SPD, CDU und FDP daher einen entsprechenden Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht. Damit wurde das Bezirksamt beauftragt, bestehende rechtliche Möglichkeiten zur Beseitigung der sogenannten „Schrottkanus“ und wild abgestellter Wassersportgeräte auszuschöpfen. Gleichzeitig sollte es sich bei der zuständigen Fachbehörde für eine klare Rechtsgrundlage zur ordnungsgemäßen Lagerung an der Alster und aller darüber hinaus betroffenen Gewässer in Hamburg einsetzen.
Tina Winter (SPD), Fraktionsvorsitzende:
„Ich freue mich sehr, dass das Bezirksamt und die Umweltbehörde unseren im Februar beschlossenen Antrag schnell aufgegriffen haben. Nun werden die ersten wichtigen Schritte eingeleitet, um die illegale Lagerung von Kanus, Kajaks und SUP-Boards an den Ufern rund um die Alster künftig zu verhindern. Die Uferbereiche sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und müssen geschützt werden. So sehr wir die Alster als Freizeit- und Sportort für alle schätzen, so wichtig ist es auch, klare Regeln an den Ufern durchzusetzen und die Natur rund um die Alster mitten in unserer Stadt sorgsam zu behandeln.“
Gunther Herwig (CDU), Bezirksabgeordneter:
„Die wilden Kanu- und SUP-Lager an unseren Uferbereichen sind kein Kavaliersdelikt. Sie schaden Natur, Böschungen und Brutplätzen erheblich. Deshalb ist es richtig, dass Hamburg-Nord jetzt klare Regeln umsetzt und gegen herrenlos abgestellte Boote konsequent vorgeht. Unser Ziel bleibt: Wassersport ermöglichen, aber Natur und öffentliche Uferbereiche dauerhaft schützen.“
Lars Jessen (FDP), Sprecher für Klima und Umwelt:
„Nachdem jahrelang über das augenscheinliche Problem stets nur geredet wurde, gibt es nun endlich konkrete Fortschritte, um die sensiblen Uferbereiche unserer Wasserläufe zu schützen. Eine Bezirksamtsleitung, die handelt und konkrete Ergebnisse liefert, statt nur Beiträge für Social Media zu produzieren - damit ist der Politikwechsel in Hamburg-Nord deutlich zu spüren.“
Für Rückfragen:
Tina Winter (SPD), tina.winter@spd-fraktion-nord.de
Gunther Herwig (CDU), gherwig@cdu-nord.de
Lars Jessen (FDP), jessen@fdp-fraktion-nord.de